Floating KiTa

6. Juli 2017

„Um eine Distanz zum öffentlichen Park zu schaffen, steht das Gebäude in 5 Meter Höhe auf einer V-Stütze. Die Stütze ermöglicht den kaum eingeschränkten Durchblick in den Park. Durch ihre Schrägstellung erreicht das Gebäude eine schwebende Wirkung über die weitläufig vorangehende Wiese.
Erschlossen wird die Kita durch eine barrierefreie Rampe, welche sich in einer dynamischen Form um die vier Bäume zieht und durch kraftschlüssige Auflager an deren Stämmen befestigt ist. Das Ankommen der Rampe sorgt für einen dramatischen Einschnitt in den sonst sehr monotonen Baukörper. Das Monotone wird durch die halb-durchlässige Vorhangsfassade aus Streckmetall erreicht. Diese umhüllt den gesamten Körper in einer abgerundeten Form, um ihn zusätzlich auch in der Dreidimensionalen an das Konzept anzupassen.
Die einzige Öffnung in der äußeren Fassade bildet ein horizontales Lichtband, das von außen als mittige Fuge wahrgenommen wird. Die Fassade des Gebäudes besitzt eine auffallend rote Farbe, damit es sich deutlich von den Bäumen und dem Park abhebt. Die innere Schale der Fassade besteht aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Öffnungselementen. Im Inneren wird der Einschnitt der Rampe, schräg durch die Kita, als Treppe zur zweiten Ebene weiter geführt. Hierdurch fungiert diese als Raumtrennung. Aus der oberen Ebene heraus verläuft eine weitere Rampe über welche das Dach mit Sandspielfläche erschlossen wird. Die gesamte Rampen-Treppen-Konstruktion besitzt einen fließenden Verlauf, in den die Umgebung und das Gebäude einbezogen werden.“