Kuba

28. Mai 2015

Tag 1 / 04.03.2014:
Der erste Tag verging wie im Fluge. Und dies ist wörtlich zu nehmen. Nach einem 11 stündigen Flug von Frankfurt kamen wir auf Kuba, um genauer zu sein, in Havanna an. Da die Gruppe, bestehend aus 18 Studenten, Frau Wirtz, Herrn Weimar und Frau Hanses, zu diesem Zeitpunkt aber schon recht müde war, ging es direkt zum Hotel, gelegen gegenüber der Universität. Doch war auch schon dieser recht kurze Zeitraum ausreichend um erste Eindrücke zu gewinnen.

Tag 2 / 05.03.2014:
Nach dem frühen Frühstück ging es mit dem Bus über den Malecón Richtung Alt-Havanna. Dieses ist der Stadtteil am Hafen, der an vielen Stellen saniert wird. Es war auch das Epizentrum touristischer Aktivitäten. Doch ist es Hector, unserem Reiseleiter, zu verdanken, dass wir keine trockene typische Führungen bekamen, sondern eine Erlebnistour.
Man hatte schnell den Eindruck, Hector kenne fast jeden zweiten Kubaner, da überall gehalten und gegrüßt wurde. Generell ist das kubanische Volk ein sehr offenes und freundliches.
Nach der Tour durch Alt-Havanna bot der Rückweg, die Möglichkeit, Havanna auf eigene Faust zu erkunden.
Die Armut die dabei zum Teil erkennbar wurde, war erschreckend.

Tag 3 / 06.03.2014
Es stand der, für den Vortag angedachte, Besuch der technischen Universität Cujae an. Hier bekamen wir eine Infoveranstaltung, der dortigen Architektur Professorin, sowie eine Führung über den Campus, der zwar den ein oder anderen Mangel aufwies, aber durch seine Atmosphäre, entstehend durch die starke Begrünung, bestach. Gegenüber der Uni lag ein altes Herrenhaus, das Austauschstudenten als Arbeitsraum zur Verfügung gestellt wurde. Nachbar dieses Quartiers war eine kleine Wellblech-Siedlung, in der man für umgerechnet 40 Cent eine Pizza erwerben konnte.
Auf dem Rückweg sahen wir auch den Plaza de la Revolucion, der gewaltige Ausmaße hatte, doch Menschen leer war.

Der letzte Tag in Havanna diente der Besichtigung der Vororte, in denen früher vor allem die Oberschicht ansässig war. Nach der Revolution und der Vertreibung der „kapitalistischen Ausbeuter“ bezogen vornehmlich Botschaften die Prunkvillen.
Mit der Müdigkeit der vergangenen Tage in den Knochen, wurde kollektiv entschlossen, den Tag am Strand ausklingen zu lassen und sich von der kubanischen Sonne etwas bräunen zu lassen, wobei manch Einer über das Ziel hinausschoss.

Tag 5 / 08.03.2014
Wir verließen Havanna in Richtung Pinar del Rio, auf einer mit Schlaglöchern gespickten Autobahn, wie ich es noch nie gesehen habe. Unterwegs dorthin besuchten wir eine Tabakplantage, wo wir lernten wie die Zigarren, für die Kuba weltberühmt ist, produziert werden.
Zudem besuchten wir das unterirdische Höhlensystem von Santo Tomas, welches aber eher unspektakulär war.
Für Nervosität hatte schon den ganzen Tag die Unterbringung gesorgt, denn diese fand in Privatunterkünften statt, und keiner wusste, was einen so recht erwarten würde.
Alle Befürchtungen stellten sich als überflüssig heraus, denn man hatte in den Unterkünften eigene Zimmer und Aufenthaltsbereiche, zwar nicht einem mitteleuropäischen Standard entsprechend, dafür aber mit einer Menge Charme.

Tag 6 / 09.03.2014
Ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück, ging die Exkursion weiter, mit dem Ziel Playa Larga. Zunächst stand aber noch die Besichtigung einer Zigarren- und einer Rumfabrik an, die am Vortag nicht stattfinden konnte, da sie geschlossen waren.
In der Rumfabrik bot sich dann die Möglichkeit Mitbringsel in Form von Zigarren oder Rum zu erwerben. Hector hatte dies auf Grund des guten Preisleistungsverhältniss empfohlen.
Nächster Zwischenstop war bei Las Terrazas, einer Wohngemeinde, die für die Bauern errichtet wurde, die nach der Aufforstung der ehemaligen Kaffeeplantagen, Job und Unterkunft verloren.
An einer dieser Kaffeeplantagen legten unsere Mittagspause ein und genossen den herrlichen Ausblick über Vale Vinale.
Abends kamen wir im Hotel Playa Larga an, wo wir in Bungalows untergebracht waren. Diese waren wegen des schwülen Klimas überflutet mit Mücken und dessen Fressfeinden waren. Dies sorgte gerade bei den weiblichen Teilnehmern für einen Schrecken.

Tag 7 / 10.03.2014
Die terminlichen Verschiebungen der letzten Tage wirkte sich auch auf diesen aus, und die für den Vortag angesetzte Bootstour über den Schatzsee zu einem Dorf der Taino, der Ureinwohner Kubas fand in den frühen Morgenstunden statt. Dies hatte den Vorteil, dass wir nicht mit der Flut von Touristen übersetzen mussten, und in Ruhe eine Kostprobe der vor Ort gezüchteten Krokodile bekamen. Dazu gab es, wie bei vielen Gelegenheiten, einen obligatorischen Cocktail,mit einem zu großzügigen Schuss Rum.
Der restliche Tag wurde dann am Playa Larga verbracht, einem Strand mit weißem Sand und Wasser, welches so klar war, dass man noch bei einer Tiefe von 3-4 Metern den Grund unter sich sehen konnte.

Tag 8 / 11.03.2014
Malträtiert durch die Schwärme von Mücken, brachen wir auf nach Cienfuegos, der „Perle des Südens“.
Unterwegs machten wir Halt am Museum Playa Giron, das über die Us-Invasion der Schweinebucht im Jahre 1961 Auskunft bot.
In Cienfuegos besuchten wir den im maurischen Stil errichteten Palast der Familie Valle.
Nach einer Besichtigung der Stadt und des Theaters Terry, kehrten wir im Hotel Faro Luna ein.
Bis zu diesem Abend gab es einen sehr eingeschränkten Speiseplan, denn es gab meist Bohnen mit Reis und dazu entweder Pork, Chicken oder Fish. Hier jedoch wurde diese Auswahl um Nudeln, Salat und Scampis ergänzt.
Da es am nächsten Tag nach Trinidad, der Hauptstadt des Salsas, gehen sollte gab Hector denen die es lernen wollten eine erste Einführung in den Tanz.

Tag 9 / 12.03.2014
Auf der Fahrt nach Trinidad wurden wir Zeuge eines skurrilen Ereignisses, der Wanderung von Krebsen, von der Küste in die Berge, zum Legen ihrer Eier. Jedoch schlug eine Straße eine Schneise durch diese Route, und so wurden viele der roten Schalentiere Opfer des Verkehrs.
Trinidad ist vor allem als Musikhauptstadt bekannt, jedoch lassen sich auch hier wieder Gebaüde im kolonialen Stil finden, wie die Iglesia de la Santísima und dem Plaza Mayor. Nach der Besichtigung der Stadt und dem Besuch eines Architekturmuseums, wurden erneut Privatunterkünte bezogen, und der positive Eindruck dieser Unterbringungsform fand sich bestätigt.
Von Hector begleitet besuchten wir abends die Casa de la Musica, die bis um Mitternacht Schauplatz für Tanzvorführungen war und mit zunehmender Uhrzeit Open-Air Tanzlokal, und in einem separaten Gebäude Diskothek wurde.

Tag 10 / 13.03.2014
Nach einer langen Nacht, in der das Tanzbein geschwungen wurde, diente dieser Tag der freien Erkundung und der Erholung, am Strand. Was diesen von den anderen unterschied, war die starke Präsenz riesiger Hotelkomplexe, für den Pauschal Tourismus, die der Location etwas von seiner Anmut raubten.
Da es eine einzigartige Möglichkeit darstellt in Kuba Salsa zu lernen und zu tanzen, wurde auch dieser Abend, wenn auch nicht zur Gänze genutzt, um die erlernten Tanzkünste zu verfeinern.

Tag 11 / 14.03.2014
Mit den Gedanken noch in Trinidad brachen wir auf nach Santa Clara, die Stadt Che Guevaras.
Dessen Gedenkstätte und Museum besuchten wir zur Mittagszeit. Dort entstand das Gruppenfoto der Exkursionsteilnehmer.
Die Einnahme Santa Claras war entscheidend für den Sieg der Revolution, und da Che Guevara an ihrer Einnahme stark beteiligt war, ist sie heute ihm gewidmet.
Santa Clara, war zum Ende der Reise ein wahres Highlight, da es die einzige Stadt war, in der der Tourismus sich kaum äußerte. Hier bot sich uns die Möglichkeit das kubanische Leben in seiner reinen Form zu beobachten.
Am zentralen Platz, an dem auch das Hotel Santa Clara Libre steht, spielte sich das Leben ab. Tagsüber spielten hier die Kinder, in den Abendstunden trafen sich die Menschen hier um an einer der Bars zu Tanzen oder sich einfach zu amüsieren.
Wir aßen zu Abend in einem kleinen liebevoll eingerichteten Restaurant. Zwar wurden die üblichen Zutaten benutzt, jedoch gab es auch Hummer, und die Zubereitung war einfach pfiffiger. Begleitet wurde das Mahl durch den passionierten Gesang eines Kubaners, der sang, als hätte er nie etwas anderes getan. Eine unbeschreibliche Atmosphäre.
Zum Ende des Abends beobachteten wir das pulsierende Leben am Platz und es gab eine Salsalektion, von einem der einheimischen Platzbesucher.

Tag 12 / 15.03.2014
Der letzte komplette Tag in Kuba.
Wir fuhren zurück nach Havanna, wo wir auf eigene Faust loszogen um zu besuchen, was man noch sehen wollte, oder Erinnerungen und Mitbringsel zu finden.
Abends wurden wir dann noch Zeuge eines Konzertes zur Feier der Freundschaft zwischen Venezuela und Kuba.
Um sich gebührend von diesem Inselstaat zu verabschieden, wurden bei lateinamerikanischer Musik Zigarren geraucht und an der Kubanischen Freiheit genippt.

Tag 13 / 16.03.2014
Der Tag der Abreise. Und zudem Hectors Geburtstag, der uns allen ein wenig ans Herz gewachsen ist, denn ohne sein zu tun, wäre die Exkursion sicherlich nicht so geworden wie sie es war. Wir verabschiedeten uns also von ihm und brachen auf Richtung Flughafen, von wo aus es zurück nach Deutschland ging.