Changing Architecture

15. Mai 2013

Im Wintersemester 12/13 bot das Lehrgebiet Baukonstruktion und Entwerfen in der Leitung von Frau Wirtz und  Frau Hanses das Wahlfach „Changing Architecture“ für das ehemalige 3. Semester an.

Es war ein Angebot an die Studenten,  ein Fach wählen zu können,  das den eigenen Fähigkeiten entsprach. Etwas aus eigenem Wille zu tun, bewirkt mehr Spass in der Bearbeitung und ein höheres Erfolgserlebnis. Die Nachfrage war zu Beginn des Semesters groß und leider konnte man nicht alle Bewerber betreuen. 20 Studenten wurden ausgelost und im Laufe des Semesters in ihrer Ausarbeitung unterstützt. Es war, wie immer, ein großes Vergnügen mit den motivierten Studenten zusammen zu arbeiten.

Die Aufgabe bestand darin, eine „Lücke“ in einer Blockbebauung an der Aachenerstraße in Köln zu „füllen“.

Hierzu gab es verschiedene Entwurfsphasen mit jeweils einem Schwerpunkt. Zunächst sollte der Entwurf auf den Ort und die städtebauliche Umgebung reagieren.

Hier mussten sich die Studenten zum ersten Mal auch über die städtebaulichen Aspekte Gedanken machen. Wie schließe ich das Haus an? Wie gehe ich mit den bestehenden Nachbarsgebäuden um? Wie hoch will ich bauen? …

Als zweites spielte „nur“ die Nutzung die Hauptrolle. Schon hier ergaben sich ganz andere Formen, als im ersten Schwerpunkt.

In der dritten Phase sollte das Gebäude optimale solare Erträge einbringen – sowohl aktiv, als auch passiv. Wieder entstand ein neues Bild.

Spätestens, als es in der letzten Teilaufgabe um Material und Konstruktion des Gebäudes ging, wurde den Studenten klar, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Blickwinkel auf ihren Entwurf hatten. Jedes Mal bildete sich eine neue Figur.

Als Fazit aus all diesen Zwischenschritten durfte nun das Luftgrundstück mit dem persönlichen Traumhaus beplant werden. Hier durften nun die Gewichtungen der einzelnen Aspekte selbst definiert und umgesetzt werden.

Auch hier verändert sich das Ergebnis wieder massiv, diesmal aber mit dem Wissen, welche Faktoren Einfluss auf die unterschiedlichen Gestaltungselemente genommen hatten.

Hinzu kamen die „üblichen Verdächtigen“, die zuvor noch beiseite gelassen wurden: Welches Raumprogramm will ich? Welche Funktionen und Nutzungen will ich in meinem eigenen Haus haben? Wie erschließe ich es und wie sieht die innere Organisation des Hauses aus?

Die Studenten trafen sich einmal in der Woche zum gemeinschaftlichen Arbeiten im Plastikuss und dort wurden die Entscheidungen der einzelnen Entwurfsschritte diskutiert.

Bei den nächsten Entwürfen wird jeder der Teilnehmer wissen, wie er Schwerpunkte für sein Projekt festlegen kann und was für Konsequenzen und Möglichkeiten sich somit für den Entwurf ergeben.