Konstruktionslabor_2

8. April 2015

Konstruktionslabor 2.0
Schon im letzten Jahr hatten Studierende der Architektur der Universität Siegen erfolgreich mit den Auszubildenden und Mitarbeitern des AWZ Bau in Kreuztal zusammengearbeitet. Nun gelang es erneut, die Kooperation zwischen dem Lehrgebiet Baukonstruktion und Entwerfen (Prof. Wirtz) und den Praxisexperten herzustellen.

Das aktuelle Projekt griff dabei noch sehr viel tiefer in die Planung ein und beinhaltete eine Ausführungsplanung, die zuvor von den Studierenden angefertigt wurde, deren Anpassung vor Ort und schließlich den Bau eines Holzateliers inklusive Betonfundamente.

Zwei Wochen lang setzten sich die Studierenden unter tatkräftiger Unterstützung der Auszubildenden mit den Materialitäten und dem Aufbau auseinander. Neben der Primärkonstruktion in Holz, musste der gesamte Fassadenaufbau berücksichtigt und auch die Mobilität des Baukörpers geplant werden. Schließlich muss er noch an seinen Bestimmungsort transportiert werden. Zum ersten Mal kam auch Stahlbeton als Material für die Fertigteilfundamente zum Einsatz.

Ziel dieser Kooperation ist es, den so nah miteinander arbeitenden Berufen ihre gegenseitige Sprache näher zu bringen. So oft geht es im realen Arbeitsleben darum, die ursprüngliche Idee an die auszuführenden Gegebenheiten anzupassen und zu kommunizieren, ohne ihren Charakter zu verlieren. Anders herum sind Handwerker immer wieder mit dem Freigeist der Architekten konfrontiert. Aber auch dieses Mal konnten wir wieder feststellen, dass sich beide Seiten gerne von der anderen bereichern lassen und für zukünftige Projekte viel Motivation und Erfahrung mitnehmen.

Doch ganz ist die Aufgabe noch nicht erfüllt. Das Holzatelier steht im AWZ zum Abtransport bereit. Die nächste Hürde ist nun die logistische Abwicklung des Transportes zum eigentlichen Aufstellort. Hier gilt es, vorab den Aushub und die Erstellung der Sauberkeitsschicht zu organisieren, um dann das kleine Gebäude mithilfe eines Logistikunternehmens an seinen Bestimmungsort zu liefern. Vor Ort müssen dann noch partielle Abdichtungs- und Glaserarbeiten erfolgen, bis das Atelier endlich steht. Es geht also auf die Zielgerade dieses interdisziplinären und experimentellen Projektes. –>Video